Nicht der erste Hybridwagen, und auch nicht rein elektrisch. Dennoch hat der Prius von Toyota seine Zeit geprägt und die Entwicklung maßgeblich vorangetrieben. Meiner Meinung ein Meilenstein und ein sehr wichtiges Stück Technik auf dem Weg zu den aktuellen und sicher auch zukünftigen Elektromobilen. Der Prius ist der einzig tatsächlich alltagstaugliche PlugIn-Hybrid, der auch bezahlbar ist und so einen wirklichen Massenmarkt erschließen konnte. Er ist aus unserem Straßenbild (und auch in unseren Nachbarländern und den USA, sowie Japan) nicht mehr wegzudenken. Man muss nur einmal darauf achten, wieviele dieser Hybridfahrzeuge man herumfahren sieht.
So schrieb damals Autobild:
Alle reden vom Elektroauto, Toyota zeigte in Genf seine Antwort: den Prius Plug-in, einen Hybriden für die Steckdose.

Toyota Prius 1
Erster Fahreindruck: so unscheinbar – aber verdammt wichtig. Der Unterschied zum normalen Prius ist ein kleiner Schalter, links vom Lenkrad. EV (für Electric Vehicle) schaltet während der Fahrt jederzeit den Benziner aus. Dann fährt dieser Prototyp nur mit Strom weiter. Nicht zwei Kilometer mit maximal 60 km/h – wie der normale Prius –, sondern 13 Kilometer weit, bis zu 100 km/h schnell. Leise und abgasfrei, das Umschalten klappt reibungslos. Schön, aber das soll alles sein? Zweifellos, der Fortschritt scheint zu schleichen.
Mitsubishi verspricht für seinen i-MiEV bis zu 100 Kilometer Reichweite. Doch der ist eine Nummer kleiner und bei leerer Batterie für 14 Stunden ans Ladekabel gefesselt. Der Prius Plug-in dagegen fährt dann mit seinem 78-PS-Benziner einfach weiter.
Das hält Toyota für alltagstauglicher – und besser zu verkaufen. Zudem ist die Technik bewährt. Das Laden des Plugin funktioniert so: Rechts im Heck wird das beigelegte Stromkabel angeschlossen. Das andere Ende passt in jede übliche Haushalts-Steckdose, dort tankt der Prius in 90 Minuten 2,5 Kilowattstunden. Von der Zusatz-Technik unterm Blech ist nichts zu sehen. Der Plug-in hat eine zusätzliche Batterie, wie die erste 6,5 Ah groß und 39 Kilo schwer, die in der Reserveradwanne liegt.

Toyota Prius 2
Damit leistet der Steckdosen-Toyota 136 statt 112 Pferdestärken wie der normale Prius und beschleunigt flotter. Aber im E-Prius geht’s ja ums Sparen, und das führt der “Energy Monitor” in der Mittelkonsole bildhaft vor: Wie viel man elektrisch gefahren ist, wie weit die Batterie noch reicht.
Verbrauch und CO2-Austoß: rund 20 Prozent niedriger (3,5 Liter, 81 g CO2/km) als im Prius.
Toyota testet 100 Vorserienautos in Japan und Kalifornien. 2010 soll der Plugin im nächsten Prius in Serie gehen, “mit Lithium-Ionen-Batterien”, so Peter Wandt, Toyotas Hybrid-Experte – Reichweite: 30 Kilometer. Batterieproduzenten erzielen längst bessere Ergebnisse, doch für Toyota geht Zuverlässigkeit vor: Die Batterie soll so lange halten wie das Auto. Der Erfolg gibt recht: Im AUTO BILD-Dauertest war der Prius das zweitbeste Auto hinter dem Mazda 6.
Fazit von Joachim Staat: 30 Kilometer? Klingt nicht viel, reicht aber für jede Umweltzone, für jeden Pendler. Und der fährt ein Vollwert-Auto mit erprobter Technik und Garantie.
Toyota hat mal wieder die Nase vorn.

Toyota Prius 3

Toyota Prius 4
Quelle: Autobild.de